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	<title>fraulich.com &#187; Macht</title>
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	<description>Die Welt ist weiblich</description>
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		<title>Honorar: Zum Glück gibts Männer</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 07:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annett Altvater</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Macht]]></category>

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		<description><![CDATA[Männer sind unverzichtbar. Zum Beispiel bei Honorarverhandlungen. Eine typische Situation in meinem Büroalltag als freie Journalistin: Ich habe einen Auftrag für einen Artikel verabredet. Jetzt ist noch offen, wie viel Honorar ich dafür vorschlage. Oft liege ich viel zu tief, was sich erst dann herausstellt, wenn ich mit meinen Kollegen darüber rede. &#8220;Da hättest du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Männer sind unverzichtbar. Zum Beispiel bei Honorarverhandlungen.</h2>
<p><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/04/istock-000004353264small.jpg"><img height="298" alt="jobverhandlungen" hspace="1" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/04/istock-000004353264small-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a></p>
<p>Eine typische Situation in meinem Büroalltag als freie Journalistin: Ich habe einen Auftrag für einen Artikel verabredet. Jetzt ist noch offen, wie viel Honorar ich dafür vorschlage. Oft liege ich viel zu tief, was sich erst dann herausstellt, wenn ich mit meinen Kollegen darüber rede. &#8220;Da hättest du ruhig 500 statt 300 sagen können&#8221;, sagen sie dann beispielsweise.</p>
<p>Das Problem ist nur: Mir ist es sehr unangenehm, überhaupt über Honorare zu reden.</p>
<p><span id="more-518"></span></p>
<p>Um eines zu fordern, das angemessen hoch ist, braucht es sogar Überwindung. Meiner Kollegin gehts gleich. Deswegen sind wir dankbar, dass um uns herum immer Männer sind, die das Gefühl, jemanden mit einer Lohnforderung vor den Kopf zu stossen, nicht zu kennen scheinen. Vielleicht schätzen sie den Wert ihrer Arbeit auch einfach grosszügiger ein. Nein, realistischer.</p>
<p>Mein Training für erfolgreiche Honorarverhandlungen funktioniert deshalb so: Ich frage IMMER vorher meine männlichen Kollegen oder Freunde, wie viel sie verlangen würden. Meistens erscheint mir ihr Vorschlag unverschämt hoch, da er im Schnitt 30 Prozent über meinen Vorstellungen liegt. Ist kein Mann in der Nähe, schlage ich automatisch 30 Prozent auf meinen gefühlt angemessenen Vorschlag drauf. Das funktioniert wunderbar.</p>
<p>Ich weiss, dass es nicht sonderlich emanzipiert ist, mir männliche Vorbilder zu suchen, um auf einen anständigen Verdienst zu kommen. Aber Lohnangleichung heisst Angleichung nach oben, und Männer verdienen nun mal mehr, wohl auch, weil sie mutiger/selbstbewusster/entspannter verhandeln.</p>
<p>Können das tatsächlich alle Männer oder haben die das alle bei anderen Herren abgeguckt?</p>
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		<title>Schlechter Sex: Zum Glück nur im Buch</title>
		<link>http://fraulich.com/2008/04/19/schlechter-sexzum-glueck-nur-im-buch/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 09:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annett Altvater</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Erfahrungen, die ein Buch von Schwarzkopf &#38; Schwarzkopf zusammengetragen hat, möchte ich jeder ersparen. Jedem aber auch. Schlechter Sex hat viele Facetten. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich vermute, dass wir alle die eine oder andere Erfahrung damit haben. Ich erinnere mich da zum Beispiel an Haha, reingefallen. Zum Glück muss ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Erfahrungen, die ein Buch von <a title="www.schwarzkopf-schwarzkopf.de" href="http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de">Schwarzkopf &amp; Schwarzkopf</a> zusammengetragen hat, möchte ich jeder ersparen. Jedem aber auch.</h2>
<p>Schlechter Sex hat viele Facetten. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich vermute, dass wir alle die eine oder andere Erfahrung damit haben. Ich erinnere mich da zum Beispiel an  </p>
<p><span id="more-528"></span></p>
<p>Haha, reingefallen. Zum Glück muss ich mich darüber nicht ausbreiten, sondern kann ganz diskret auf ein <a title="http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/vorschau/schlechtersex.php" href="http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/vorschau/schlechtersex.php">Buch</a> verweisen, das solcherlei in 33 Episoden zusammenfasst. Geschichten von Frauen, die der Autorin Mia Ming ihre schlechtesten Sex-Erinnerungen anvertraut haben.</p>
<p>Spätestens jetzt sollte klar sein: Wer Anheiz-Lektüre sucht, ist mit <a title="http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/vorschau/schlechtersex.php" href="http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/vorschau/schlechtersex.php">&#8220;Schlechter Sex&#8221;</a> auf dem falschen Dampfer. Und wer ein Machs besser-Buch sucht, ebenfalls. Hier wird ausgebreitet, was alles schief laufen kann: ein Geizkragen mit löchrigem Kondom, ein sich selbst überschätzende Liebhaber, der beim Fellatio kläglich versagt, ein arroganter Typ, der Unsummen für eine heisse Nacht ausgibt, keinen hochbekommt und im Ärger darüber unsouverän wird.</p>
<p>Gemein am Buch ist nun, dass es diese Männer nicht als Individuen betrachtet, sondern in einen Topf wirft, den Deckel drauflegt und aufs Feuer schiebt. Die Autorin Mia Ming nutzt das Vorwort, um mit dem Finger auf &#8220;die Männer&#8221; zu zeigen. Und zwar nicht nur auf jene Individuen, die in den Geschichten eindeutig versagt haben, sondern pauschal auf alle.</p>
<p>&#8220;Die Männer sind schuld!&#8221;, schreibt sie. Und: &#8220;Nehmt die Männer nicht so ernst, sie können leider nicht anders!&#8221; Männlichen Lesern gibt sie ebenfalls den Tipp, sich nicht zu ernst zu nehmen, denn &#8220;Frauen können auch anders.&#8221; Obwohl ich sehr empfänglich bin für jede Art von Ironie, habe ich keine entdecken können. Vielleicht liegts an den Ausrufezeichen.</p>
<p>Empfehlenswert – besonders für Männer – finde ich trotz Pauschalisierungsveto ausgerechnet die Episode 28 über Männer an sich: Lisa, die nicht einsieht, warum ausgerechnet sie es ist, die ihre Liebhaber über ihre Anatomie und Bedürfnisse aufklären muss, erklärt das Lecken. Eine nette Abwechslung zwischen allen Desastern.</p>
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		<title>Krokodil &#8211; Retter: Mann des Monats</title>
		<link>http://fraulich.com/2008/04/12/krokodil-retter-mann-des-monats/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 06:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annett Altvater</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon jetzt muss der Mann dieses Monats gekürt werden: Der australische Crocodile Dundee, der seine Frau aus dem Maul eines Krokos befreite. Nein, das ist kein edler Retter auf der Suche nach seiner Frau, sondern der österreichische Schauspieler Harald Krassnitzer bei &#8220;Stars in der Manege&#8221;. (Bild Keystone / Christof Stache) Der Ehemann, der sich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Schon jetzt muss der Mann dieses Monats gekürt werden: Der australische Crocodile Dundee, der seine Frau aus dem Maul eines Krokos befreite.</h2>
<p><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/04/45835425.jpg"><img height="344" alt="Harald Krassnitzer - Schauspieler." hspace="1" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/04/45835425-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a><br />
<em>Nein, das ist kein edler Retter auf der Suche nach seiner Frau, sondern der österreichische Schauspieler Harald Krassnitzer bei &#8220;Stars in der Manege&#8221;. (Bild Keystone / Christof Stache)</em></p>
<p><a title="http://afp.google.com/article/ALeqM5jB6bGKXRcOjs_3vkVRbrQuO6_XFg" href="http://afp.google.com/article/ALeqM5jB6bGKXRcOjs_3vkVRbrQuO6_XFg">Der Ehemann</a>, der sich auf ein Krokodil schwang, um seine Frau zu retten, hat mehr Glück als Verstand. Hätte ja auch schief gehen können. Aber wie ein versierter Drachentöter piekst er das Krokodil in die Augen und befreit seine Gattin. Welches evolutionäre Wissen in dem wohl steckt, dass er handelt, als wäre er im früheren Leben Mammutjäger oder Ritter oder Superheld oder eben Drachentöter gewesen?</p>
<p>Mich hat das dermassen beeindruckt, dass ich jetzt durch die Strasse gehe und wildfremde Männer in die Kategorie Drachentöter oder Witwer einteile.</p>
<p><span id="more-523"></span></p>
<p>(Hätte er hilflos zugeschaut, wäre Crocodile Dundee jetzt schliesslich Witwer.) Am ergiebigsten sind meine Beobachtungsstudien bei Paaren. Denn um zum Helden zu werden, braucht der Mann auch eine, die er gerne rettet.</p>
<p>Ob das der Fall ist oder ob er nur Angst hat, dass niemand mehr seine Hemden bügelt, erkenne ich auf den ersten Blick. Bilde ich mir ein.</p>
<p>Versuch auch mal!</p>
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		<title>Selbstverteidigung: Pfefferspray statt Vertrauen</title>
		<link>http://fraulich.com/2008/04/06/selbstverteidigung-pfefferspray-statt-vertrauen/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 14:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annett Altvater</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Macht]]></category>

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		<description><![CDATA[Am hellichten Tag merkt meine Freundin plötzlich, dass sie unterlegen ist. Ein hübsches Mädchen setzt sich in ein fast leeres Abteil der S-Bahn zwischen Potsdam und Berlin. Ein massiger junger Mann setzt sich dazu und fängt an zu reden, erzählt, wohin er fährt, will wissen, wohin sie muss. Sie sagt: &#8220;Ich hab keine Lust zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Am hellichten Tag merkt meine Freundin plötzlich, dass sie unterlegen ist.</h2>
<p>Ein hübsches Mädchen setzt sich in ein fast leeres Abteil der S-Bahn zwischen Potsdam und Berlin. Ein massiger junger Mann setzt sich dazu und fängt an zu reden, erzählt, wohin er fährt, will wissen, wohin sie muss. Sie sagt: &#8220;Ich hab keine Lust zu reden, ich will telefonieren.&#8221; Er insistiert, sie macht ihn darauf aufmerksam, dass sie nicht angemacht werden möchte.</p>
<p>
Er wird sauer.</p>
<p><span id="more-519"></span></p>
<p>Sagt, dass sie ihm die Laune verdorben hat, dass sie eine Rassistin sei (er ist schwarz). Er rutscht immer näher, wird immer lauter. Sie steht auf, steigt, mühsam ihre Angst verbergend, über seine Beine und wandert durch das ganze lange Abteil bis hin zu einer Familie, zwischen deren Mitglieder und Gepäckstücke sie sich quetscht. Er kommt hinterher, stellt sich daneben und rächt sich mit einem Tritt an die Tür für ihre Verweigerung.</p>
<p>Das war mittags, und seitdem weiss meine Freundin mit einer grossen, unangenehmen Sicherheit, dass sie einem aggressiven Mann körperlich immer unterlegen wäre. Sie hat sich jetzt ein Pfefferspray gekauft, einen kläglichen Ersatz fürs verlorene Vertrauen.</p>
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		<title>Wikipedia-Gründer Jimmy WalesSchon mal von Netikette gehört?</title>
		<link>http://fraulich.com/2008/03/11/wikipedia-gruender-jimmi-walesschon-mal-von-nettikette-gehoert/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 11:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Ammermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Schein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte von einem jungen Mädchen, das durch Internet-Mobbing in den Selbstmord getrieben wurde, hatten wir an dieser Stelle schon. Jetzt scheint das schlechte Internet-Benehmen auch in der Welt der “Erwachsenen” angekommen zu sein. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales (Klick aufs Bild): Spielt nach eigenen Regeln. (Foto Keystone/Boris Rössler) Die Protagonisten des aktuellen Groschenromans jedenfalls sind alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Geschichte von einem jungen Mädchen, das durch <a href="http://fraulich.com/2007/12/25/cyber-mobbing-tatwaffe-tastatur/">Internet-Mobbing</a> in den Selbstmord getrieben wurde, hatten wir an dieser Stelle schon. Jetzt scheint das schlechte Internet-Benehmen auch in der Welt der “Erwachsenen” angekommen zu sein.</h2>
<p><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/03/jimmiwales2.jpg"><img height="167" alt="Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer: Spielt anderswo Schach." hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/03/jimmiwales2-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a><br />
<em>Wikipedia-Gründer Jimmy Wales (Klick aufs Bild): Spielt nach eigenen Regeln. (Foto Keystone/Boris Rössler)</em></p>
<p>Die Protagonisten des aktuellen Groschenromans jedenfalls sind alle dem Teenageralter schon seit ein paar Jahren entwachsen: Jimmy Wales hat es in der Internetcommunity zu einigem Ruhm gebracht, indem er die freie Enzyklopädie <a title="Von Jimmy Wales gegründetes Online-Nachschlagewerk" href="http://www.wikipedia.de/" target="_blank">Wikipedia</a> gründete. Jetzt hat er wohl auch einen neuen Meilenstein im Handling privater Beziehungen gesetzt:</p>
<p><span id="more-445"></span></p>
<p>Nachdem wir das Beenden von Beziehungen per Telefon schon kannten und etwas geschmacklos fanden. Und auch schon vom <a href="http://fraulich.com/2007/11/30/von-der-kultur-des-schlussmachens-sag-zum-abschied-leise-servus/">Schlussmachen per SMS</a> gehört hatten und es noch ein bisschen geschmackloser fanden, hat Wales sich nun via wikipedia getrennt – mit der gesamten Community als unfreiwilligem Publikum.</p>
<div style="PADDING-RIGHT: 5px; FLOAT: left; WIDTH: 125px"><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/03/jimmiwales.jpg"><img height="176" alt="Jimmy Wales, der Gründer der Wikipedia: Hat was von Costner, nicht?" hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/03/jimmiwales-small.jpg" width="120" vspace="5" /></a><br />
<em>Jimmi Wales, Netz-Lausbube. Dabei hat er was von Kevin Costner, oder nicht?</em></div>
<p>Seine Ex-Freundin kam so zwar nur zum zweiten Zug, stand ihrem ehemaligen Lebensgefährten jedoch in nichts nach. Rachel Marsden jedenfalls versteigerte seine Klamotten darauf bei <a href="http://www.ebay.ca/">ebay Kanada</a>. Sie ging noch einen Schritt weiter.</p>
<p>Nicht nur beschrieb sie sich im Begleittext als “Nun-Ex-Freundin” des Wikipedia-Gründers, sie habe Wales’ Kleidung auch gründlich gewaschen, da sein Geruch Terror für ihre Nase sei. Und schob der gewaschenen Wäsche einige schmutzige hinterher, indem sie auf die Webseite <a href="http://valleywag.com/tag/the-sum-of-all-human-knowledge/">Valleywag</a> verweist &#8211; <strong>das</strong> Online-Klatschorgan des Sillicon Valley.</p>
<p>Dort findet sich unter “Die Summe allen menschlichen Wissen” inzwischen eine ganze Chronologie des Trennungskrieges der beiden. Und ein Menge anderen Gossip rund um Wales und die Frauen.</p>
<p>Wer kann sich noch an die Zeiten erinnern, als Neulingen in Netz-Foren immer erst ausführlich die Netikette erklärt wurde? Als darauf hingewiesen wurde, dass sich Beschimpfungen im weltweiten Netz genauso wenig gehören wie im echten Leben.</p>
<p>Nicht einmal in Großbuchstaben schreiben sollte man, weil es im Internet genauso laut nachhalle wie lautes Brüllen im richtigen Leben. Das Traurige ist, schlechtes Benehmen im world wide web ist sogar noch monströser als im richtige Leben, weil es, einmal ins Netz geschickt, für immer konserviert ist und von Seite zu Seite wabern kann.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frauen in der Politik: Wer ist die Schönste im Land?</title>
		<link>http://fraulich.com/2008/02/25/frauen-in-der-politik-wer-ist-die-schoenste-im-land/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 07:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Ammermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schneiden Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung ab? Nehmen wir sie auf dem Weg zur Macht genauso wahr wie ihre männlichen Konkurrenten? Warum zählt bei ihnen die Frisur mehr als das Programm? Hillary Clinton: Muss optisch Eindruck machen. (Bild Keystone/Carolyn Kaster) Fangen wir mit Hillary an. Schließlich versucht sie nicht weniger, als die mächtigste Frau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie schneiden Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung ab? Nehmen wir sie auf dem Weg zur Macht genauso wahr wie ihre männlichen Konkurrenten? Warum zählt bei ihnen die Frisur mehr als das Programm?</h2>
<div style="PADDING-RIGHT: 5px; FONT-WEIGHT: normal; FONT-SIZE: 90%; FLOAT: left; MARGIN-BOTTOM: 5px; WIDTH: 230px; LINE-HEIGHT: normal; FONT-STYLE: normal; FONT-VARIANT: normal"><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/hillary-clinton-carolyn-kaster.jpg"><img height="298" alt="hillary clinton by carolyn kaster" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/hillary-clinton-carolyn-kaster-small.jpg" width="225" vspace="5" /></a><br />
<em>Hillary Clinton: Muss optisch Eindruck machen. (Bild Keystone/Carolyn Kaster)</em></div>
<p>Fangen wir mit Hillary an. Schließlich versucht sie nicht weniger, als die mächtigste Frau der Welt zu werden. Präsidentin, Kanzlerin, Primeministerin, Anführerinnen – das alles hat es schon vor ihr gegeben.</p>
<p>Gut: weibliche Machtinhaberinnen gab es längst nicht so viele wie männliche Häuptlinge, aber immerhin.</p>
<p>Sogar – man denke nur an Benazir Bhutto &#8211; in der islamischen Welt, der wir Frauenfeindlichkeit häufig per se unterstellen. Aber eine Frau, die das wichtigste politische Amt in der letzten verbleibenden Supermacht der Welt, den USA, erobern will &#8211; das ist immer noch neu.</p>
<p>Die Beobachter in den Medien beeindruckt so viel Mut zunächst mal, so scheint, es nicht weiter. Im Gegenteil. Dietmar Dath nennt Hillary Clinton in der FAZ beispielsweise &#8220;das doppelte Sansculottchen&#8221;.</p>
<p><span id="more-384"></span></p>
<p>Nun heißt das französische “sans culotte” übersetzt “ohne Höschen”. Gemeint war damit eine Gruppierung der Französischen Revolution, die stolz darauf war keine adligen Knickerbocker, verächtlich Höschen zu tragen. Was bedeutet das in Bezug auf Mrs. Clinton? Dass sie keine Höschen trägt? Oder, dass sie ähnlich blutrünstig auf dem Weg zur Macht agiert wie die von Robespierre angeführten Sansculotten?</p>
<p align="center"><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/46745695.jpg"><img height="270" alt="Chelsea Clinton und Hillary Clinton" hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/46745695-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a><br />
<em>Chelsea, von Hillary Clinton vorgeführt wie das &#8220;beste Mädchen&#8221; eines Zuhälters? (Bild Keystone / Justin Lane)</em></p>
<p>In den USA muss sich die ehemalige First Lady ebenfalls einiges anhören. So spottet der konservative Talkmaster Rush Limbaugh angesichts von Clintons Falten, niemand wolle einer Frau beim Altern zusehen, und von einem Fernsehreporter wird ihr doch allen Ernstes vorgeworfen, sie führe ihre Tochter Chelsea im Wahlkampf vor wie ein Zuhälter sein bestes Mädchen. Was angesichts der Tatsache, dass alle Kandidaten ihre Familien mit in den Wahlkampf nehmen, grotesk wirkt. Vielen Berichterstattern in den Medien schien sie gefühlskalt und machtbewusst.</p>
<p>Die ersten positiven Berichte bekam sie fragwürdigerweise erst als sie am Rande eines Wahlkampauftrittes in Tränen ausbrach. Übrigens über der Frage einer Zuschauerin, wie sie mit ihrer Frisur angesichts des Wahlkampfstresses zurecht käme. Das passt dann prima ins typische Bild, schließlich gehört die Diskussion der richtigen Frisur bei weiblichen Politikern zum Standardprogramm.</p>
<p align="center"><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/48374129.jpg"><img height="353" alt="Hollary Clinton Fashion Disaster - mit Chelsea" hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/48374129-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a><br />
<em>Unter anderem für dieses Kleid (Januar 1996) wurde Hilary Clinton für &#8220;Fashion Disasters&#8221; von den Medien geprügelt (Bild Keystone / Charles Tasnadi)</em></p>
<p>Immer wieder werden selbsternannte Stylingprofis von Zeitungen gefragt wie Frau Politikerin sich kleiden und frisieren sollte. Passiert Männern so gut wie nie.</p>
<h2><a title="Hillary Clinton" href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/hillary-cinton-als-studentinlee-baltermantime-life-pictures-via-getty-images.jpg"></a></h2>
<p>Überhaupt: Die Frisuren.</p>
<p>Nicht nur das Haar von Frau Clinton wurde ausführlich diskutiert. Die Frisur der deutschen Bundeskanzelerin Angela Merkel wurde des öfteren als helmartig beschrieben, Familienministerin Ursula von der Leyen trug erste eine “zu mädchenhafte” Frisur mit langen zur Seite gesteckten Haaren und musste sich, nachdem sie sie hatte abschneiden lassen, als “Windhund” titulieren lassen. Wohingegen der Kurzhaarschnitt der Grünen Politikerin Renate Künast nicht weiblich genug war.</p>
<p><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/26270040.jpg"><img height="354" alt="Ursula von der Leyen langhaarig. (Foto Keystone / Jockel Finck)" hspace="1" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/26270040-small.jpg" width="223" vspace="5" /></a><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/38088660.jpg"><img height="354" alt="Ursula von der Leyen: Windhund? (Foto Keystone. Michael Sohn)" hspace="1" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/38088660-small.jpg" width="223" vspace="5" /></a><br />
<em>Ursula von der Leyen vorher / nachher: &#8220;Windhund&#8221;? (Bilder Keystone / Jockel Fink / Michael Sohn)</em></p>
<p>Da, wo Hilllary Clinton erst noch hin möchte, ist sie schon: Angela Merkel. Die Kanzelerin hat das politisch bedeutsamste Amt der Bundesrepuplik Deutschland inne. Ihr unterstellte man lange nicht den skrupellosen Willen zur Macht sondern vielmehr die Naivität des Mädchens aus dem Osten. Aufgewachsen in der alten DDR kam sie in der Umbruchphase der deutschen Wiedervereinigung in die Politik.</p>
<p align="center"><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/3004254.jpg"><img height="289" alt="CDU sucht Werber: Angela Merkel als Prinz Eisenherz" hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/3004254-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a><br />
<em>Die CDU suchte 2001 mit diesem Bild von Angela Merkel Werbefachleute. (Bild Keystone)</em></p>
<p>Kohl holte die ehemalige Pressesprecherin der letzten und einzigen frei gewählten Regierung der DDR ins Kabinett als Ministerin für Frauen und Jugend. Von da an galt sie als “Kohls Mädchen”. Später, als sie aus dem Schatten des Mentors heraustrat, beschrieb man sie als unweiblich und emotionslos. Ihrer Jugend in der DDR und dem unweiblichen Willen zur Macht verdankt sie den Titel “Die Frau, die aus der Kälte kam”, den ihr der Stern verlieh.</p>
<p>Als Ségolène Royal in Frankreich den Kampf um das Präsidentenamt antrat, ging es ihr nicht unbedingt besser. Auch ihr wurde weibliche Zickigkeit und Hintertriebigkeit unterstellt. Ihr Name Ségolène, so schrieben die französischen Medien, enthalte eben &#8220;Ego&#8221;, und davon habe Madame reichlich. Dass man eine gehörige Portion Selbstbewusstsein haben muss, um die politische Bühne zu betreten, davon schreiben und reden sie im Zusammhang von weiblichen Politikerkarrieren allerdings eher selten. Und dass auch ihr damaliger Konkurrent Nicholas Sarkozy nicht gerade unter zu wenig Ego leidet, fiel bei dieser Art Berichterstattung unter den Tisch.</p>
<p align="center"><a href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/40136495.jpg"><img height="322" alt="Ségolene Royal und Nicolas Sarkozy: Kampf des Ego (Bild keystone / Maya Vidon)" hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/40136495-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a><br />
<em>Kampf der Selbstbewussten: Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal (Bild Keystone / Maya Vidon)</em></p>
<p><a title="Ségolène Royal" href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/02/segolene_royal_reference.jpg"></a></p>
<p>Eigentlich müssten die Voraussetzungen von Frauen in der Politik gut sein. Mehr als die Hälfte der Wählerschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist weiblich.</p>
<p>Allerdings steht der Anteil der weiblichen Politikerinnen an der Macht immer noch in keinem Verhältnis zum Anteil der Frauen an der Bevölkerung. Der liegt in allen drei Länder bei etwa 51 Prozent.</p>
<ul>
<li>
<div>Im Schweizer Nationalrat sind von 200 Mitgliedern 50 Frauen, das sind exakt 25 Prozent.</div>
</li>
<li>
<div>Dem österreichischen Nationalrat gehören 183 Abgeordnete an. Von diesen sind 59 Frauen, was 32,24 % entspricht.</div>
</li>
<li>
<div>Und im deutschen Bundestag sitzen unter den 613 Abgeordneten 197 Frauen, was 31,1 % entspricht.</div>
</li>
</ul>
<p>Was lernen wir daraus? Dass es sich für Frauen einfach nicht schickt, an die Macht zu wollen? Dass sie sich lieber mit der passenden Frisur und dem richtigen Kleid beschäftigen sollen, weil sie sonst zu unweiblich werden?</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Präsidentenwahl in den USA: Die Frau oder der Farbige?</title>
		<link>http://fraulich.com/2008/01/29/praesidentenwahl-in-den-usa-die-frau-oder-der-farbige/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 10:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Ammermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Demokratische Partei der USA kann gar nicht mehr anders, als ein Premiere zu lancieren: Für sie wird eine Frau oder ein Farbiger im Kampf um die Präsidentschaft antreten. Hillary Rodham Clinton und Barack Obama: Vor der endgültigen Kandidatenkür sprachen sie noch miteinander. (Bild keystone/ Evan Vucci) Demokratien leben davon, dass jede Frau und jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Demokratische Partei der USA kann gar nicht mehr anders, als ein Premiere zu lancieren: Für sie wird eine Frau oder ein Farbiger im Kampf um die Präsidentschaft antreten.</h2>
<p><a href="http://fraulich.com/2008/01/29/praesidentenwahl-in-den-usa-die-frau-oder-der-farbige/31248248.jpg"><img height="297" alt="Hillary Rodham Clinton und Barack Obama Präsidentschaftswahl USA Demokraten" hspace="1" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/01/31248248-small.jpg" width="450" vspace="1" /></a><br />
<em>Hillary Rodham Clinton und Barack Obama: Vor der endgültigen Kandidatenkür sprachen sie noch miteinander. (Bild keystone/ Evan Vucci)</em></p>
<p>Demokratien leben davon, dass jede Frau und jeder Mann in regelmäßigen Abständen die Wahl hat. Zu festgelegten Zeitpunkten geben Wahlen dem Volk die Macht über die Jobs an der Spitze und verhindern so zumindest zum Teil die unerfreulichen Nebenwirkungen von Macht – wie Vetternwirtschaft, Machtmissbrauch, Stillstand. Aber das bedeutet eben auch, dass alle vier bis fünf Jahre die Welt neu erfunden werden muss. Aus welchem geringerem Grund sollte der durchschnittliche Bürger sonst die Mühe auf sich nehmen, das Haus zu verlassen, um in irgendeiner muffigen Grundschule mit dem Kuli ein Kreuz zu malen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Genau das ist die Situation, vor der die USA mit ihrer <a href="http://usa.usembassy.de/regierung-wahlen.htm">Präsidentschaftswahl</a>  stehen:</p>
<p><span id="more-319"></span></p>
<p>1. Es muss gewählt werden;</p>
<p>2. Der alte Präsident kanns nicht noch mal machen. Deshalb muss</p>
<p>3. ein ganz neuer Plan her;</p>
<p>4. Am leichtesten symbolisiert man einen Aufbruch in der Person des Kandidaten und nicht im langen und hochtheoretischen Wahlprogramm.</p>
<p>Schließlich kann kein Wahlkampfstratege darauf vertrauen, dass die Bürger sich die Mühe machen, all den Papierwust der Parteioberen zu lesen. Botschaften müssen schnell und emotional verkauft werden.</p>
<p>Tja und in der Situation hat zumindest die derzeit nicht an der Macht befindliche Partei der Demokraten in den USA das Problem, dass, egal wie die parteiinterne Kandidatenkür im August ausgehen wird, sie in einem bahnbrechenden &#8220;ersten Mal&#8221; enden wird. Entweder wird Senator <a href="http://www.barackobama.com/">Barack Obama</a> der erste Farbige sein, der als Kandidat der großen Volkspartei echte Chancen auf den Präsidentenjob hat. Oder die Senatorin Hillary <a href="http://www.hillaryclinton.com/">Rodham Clinton</a> wird die erste Frau mit ernstzunehmenden Aussichten, die erste Präsidentin der USA zu werden.</p>
<p>Sogar Karl Rove, ehemaliger Chef-Berater des aktuellen Präsidenten George Bush, sagte neulich in einem <a href="http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=17955939">Interview</a> mit dem <a href="http://www.npr.org/">National Public Radio</a>, die Amerikaner suchten nach neuen Wegen, Barrieren zu überwinden. Sie würden es lieben, eine Frau an die Spitze zu wählen. Sie würden es lieben, einen Afroamerikaner in das höchste Amt des Staates zu wählen, sagte Rove.</p>
<p>Wen auch immer die Demokraten zum Präsidentschaftskandidaten küren, es wird in jedem Fall eine historische Wahl sein. Und was für die Kandidatenkür zutrifft, gilt erst recht für die “richtige” Wahl. Wenn am 4. November 2008 die Bürger der USA über ihren neuen Präsidenten abstimmen, wird es um nicht weniger gehen als einen neuen Plan für die Welt.</p>
<p>Wir hier im alten Europa haben zwar gar keine Wahl. Aber das heiß natürlich nicht, dass wir nicht auch eine Meinung haben: Was wäre besser für die Zukunft: Eine Frau oder ein Farbiger an der Spitze der Supermacht?</p>
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		<title>Herdprämie: Heute bleibt die Küche kalt</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 08:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorothee Vohl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
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		<description><![CDATA[„Herdprämie“ ist das das Unwort des Jahres. Bei diesem Showdown konnte ich nur gähnen. Ehrlich gesagt war es doch ein offenes Geheimnis, eigentlich haben wir es doch alle gewusst oder zumindest geahnt.. Wie langweilig: „Herdprämie“ &#8230; Uhhh! Das ist wie ein Rückschritt in der Geschichte, wie zurück in die Zukunft und keine Zeitreise, kein Vorwärts. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>„Herdprämie“ ist das das Unwort des Jahres.</h2>
<p>Bei diesem Showdown konnte ich nur gähnen. Ehrlich gesagt war es doch ein offenes Geheimnis, eigentlich haben wir es doch alle gewusst oder zumindest geahnt.. Wie langweilig: „Herdprämie“ &#8230; Uhhh! Das ist wie ein Rückschritt in der Geschichte, wie zurück in die Zukunft und keine Zeitreise, kein Vorwärts. Dabei sollte, wenn das Unwort einmal jährlich Flügel bekommt, hoch aufsteigt und durch Köpfe und Medien kreistwenigstens ein kleiner Kick passieren.</p>
<p>Nichts dergleichen beim 2007-Jahrgangsunwort. Unworte sollten doch eigentlich ein Unding sein und bleiben, denke ich da. Diese alten Hüte. Wer, frage ich mich, fühlt sich von diesem Begriff der „Herdprämie“ eigentlich beleidigt? Diese rot-grüne Ironisierung an und für sich, die das konservative Befürworten des „Heimchens am Herd“ bespötteln wollte, ist doch keine waschechte Dämonisierung – oder?</p>
<p><span id="more-298"></span></p>
<p>Da ist doch Unwort mehr als eine Spur too much. Doch nun, so riesengroß aufgeblasen, wo sich Sprachwissenschaftler am Ende genötigt sahen, diesem Kunstwort ihren Stempel des Unwortes aufzudrücken, bringt es doch nur eine asbach-uralte Diskussion aus der Versenkung hervor, erinnert an einen Vergleich, an den konservative Kreise, die sich gerade noch wie die Sieger auf die Schenkel klopften, weil sie meinten, den Spieß umgedreht zu haben, die Rot-Grünen mit ihrer eigenen Waffe geschlagen zu haben, sicher nicht erinnern wollen. Das hier finden die Ewiggestrigen bestimmt nicht lustig. Ich erzähle aber trotzdem davon.</p>
<p>Da gab es mal eine fette Diskussion innerhalb der Frauenbewegung, die da lautete: Solange es Ehefrauen gibt, gibt es auch Prostituierte. Huch! &#8220;Was für ein Unding!&#8221;, sagt sich jetzt Lieschen Müller und wird puterrot. Tja, so radikal war die Damenwelt damals &#8211; zumindest wortradikal. Heraus gekommen ist dabei auf der einen Seite die Forderung: <a href="http://books.google.com/books?id=ywhqEWzOWHcC&amp;pg=PA198&amp;lpg=PA198&amp;dq=lohn+f%C3%BCr+hausarbeit&amp;source=web&amp;ots=QYrnKD5h3M&amp;sig=36mX15IuJHaIxWYayQ6oRuKLqoQ" target="_blank">&#8220;Lohn für Hausarbeit&#8221;</a>, weil das ja auch eine Art von unbezahltem Liebesdienst für die Familie ist –daraus wurde natürlich niemals etwas, denn wer in aller Welt sollte das auch bezahlen &#8211; und auf der andern, heftigst unterstützt von der Schriftstellerin Pieke Biermann, entstand die Prostituiertenorganisierung <a href="http://www.hydra-ev.org" target="_blank">„Hydra“. </a></p>
<p>Liebe Damen und Herren Juroren, so ist das nun einmal, wenn man sich vor den politischen Karren spannen lässt und sich zum Muli macht. Da fallen der einen oder anderen nun einmal so alte Anekdötchen wieder ein und an die wollten sie doch bestimmt niemanden erinnern – oder etwa doch?</p>
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		<title>Gewalt in der BeziehungWo sind die Männerhäuser?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 13:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorothee Vohl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Schein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, können Männer wie Frauen &#8211; wenn auch nicht im gleichen Verhältnis &#8211; physisch austeilen. Das weiß man wenigstens aus der Kulturgeschichte, vielleicht nicht aus dem eigenen Alltag. Frauenhäuser gibt es vielerorts, aber was ist mit Männerhäusern? &#8220;Warum sitzt denn der Typ da auf dem Herd?&#8221;, fährt es mir unwillkürlich durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wenn Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, können Männer wie Frauen &#8211; wenn auch nicht im gleichen Verhältnis &#8211; physisch austeilen. Das weiß man wenigstens aus der Kulturgeschichte, vielleicht nicht aus dem eigenen Alltag. Frauenhäuser gibt es vielerorts, aber was ist mit Männerhäusern?</h2>
<p><a title="mannerburo.jpg" href="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/01/mannerburo.jpg"><img style="WIDTH: 113px; HEIGHT: 128px" alt="maennerhaus männerbüro gewalt gegen männer" hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/01/mannerburo.thumbnail.jpg" align="left" vspace="5" border="0" /></a>&#8220;Warum sitzt denn der Typ da auf dem Herd?&#8221;, fährt es mir unwillkürlich durch den Kopf. &#8220;Der hat se doch nicht alle – oder? Im Leben geht&#8217;s doch eh schon heiß genug zu.&#8221;</p>
<p>Ich krall mir den Flyer, der im Landratsamt neben diversen anderen Blättchen und Zetteln ausgelegt ist, und schaue genauer hin. Ist das da nicht <a title="Johnny Depp" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Depp" target="_blank">Johnny Depp</a> auf dem Foto? Könnte sein. „Männerbüro“ steht da gelb auf blau: Das sind doch die Typen, die immer und überall strickten und so soft waren zum &#8230;</p>
<p>Ach nein, ich verwechsle „Männerbüros“ mit „Männergruppen“. Pardon. Ich erinnere mich vage. „Männerbüros“, ein Randprodukt der Frauenbewegung, sind Anlaufstellen für Männer in problematischen Lebenssituationen. Hier können Männer Beratung und Hilfe durch Therapeuten und andere Helfer bekommen. Wenn das Foto dies thematisieren soll, dann finde ich die Bildaussage einfach nur blöde. Das sieht doch nach einer glatten Selbstopferung aus. Wer setzt sich schon freiwillig auf eine glühende Herdplatte?</p>
<p><span id="more-274"></span></p>
<p>Eine heiße Lebenssituation kann man auch anders darstellen. Oder soll Mann sich opfern, um ein richtiger Mann zu sein? Komisch, genau das wurde doch Frauen immer vorgeworfen, dass sie sich für Mann, Kinder, Familie aufopfern würden.</p>
<p><strong>Gewalt gegen Männer</strong></p>
<p>Ich würde niemals bestreiten, dass es auch prügelnde Ehefrauen gibt. In meiner Kindheit hieß es von irgendeiner Nachbarin hinter vorgehaltener Hand, dass sie eine solche Megäre wäre. In der Mehrzahl schwingen Frauen aber eher die Verbalkeule als die Fäuste. Allerdings gibt&#8217;s auch andere Horrorgeschichten. Da war doch erst jüngst in Düsseldorf dieser Fall, wo <a title="Frau ermordet Mann - er war nicht im Männerhaus" href="http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E04046DE755DE476B897004DD6E832E9F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell" target="_blank">eine Ehefrau ihren Mann ermordet</a> und zerstückelt haben soll, um schließlich die Leichenteile durchs Klo zu entsorgen. Ein Ehedrama, das eine lange, auch bereits gewalttätige Vorgeschichte aufwies. Eine hassgeprägte Beziehung, wo schon viel früher hätte eingegriffen werden können.</p>
<p>Allerdings hatten der Ehemann, das spätere Opfer, samt seiner Kinder nicht um Hilfe und Rettung vor der gewalttätigen Frau nachgesucht. Der männliche Stolz war da wohl überlebenswichtiger als das nackte Leben gewesen.</p>
<p><strong>Das Männerhaus</strong></p>
<p>In Deutschland soll es nur ein einziges <a title="MännerHAUS Berlin" href="http://www.maennerberatung.de/maennerhaus.htm§" target="_blank">Männerhaus in Berlin</a> geben, das 2004 eröffnet wurde und acht Plätze bietet. &#8211; Das heißt, während meiner Recherche stieß ich noch auf ein zweites <a title="Männerhaus Eckenförde" href="http://www.welt.de/vermischtes/article233689/Haus_der_Zuflucht.html" target="_blank">Männerhaus in Eckernförde</a>, das ebenfalls von sich behauptet, das einzige Männerhaus Deutschlands zu sein. Ob es da wohl irgendwelche Informationssperren gibt? Warum weiß das eine Männerhaus nichts vom anderen? Oder soll die Öffentlichkeit im Grunde gar nicht wissen, dass es so etwas wie Männerhäuser überhaupt gibt? Wem ist deren Existenz peinlich?</p>
<p>Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie einer meiner Dozenten immer wieder mit glänzenden Augen und voller Stolz erzählte, dass seine Frau zu den Gründerinnen des ersten Berliner Frauenhauses gehörte. Männerhäuser allerdings, sofern es sie überhaupt gibt, in der Schweiz gibt es keins, bleiben, so scheint es, lieber unerwähnt im Verborgenen.</p>
<p><a title="Männerhaus Berlin Männerbüro" href="http://www.maennerberatung.de/maennerhaus.htm" target="_blank">Männerhaus &#8211; Berlin</a></p>
<p><a title="Männerbüro Freiburg" href="http://www.maennerbuero-freiburg.de" target="_blank">Männerbüro Freiburg</a></p>
<p><a title="Mannebüro" href="http://www.mannebuero.ch" target="_blank">Männerbüro Zürich</a>, <a title="Männerbüro Basel" href="http://www.mbrb.ch/cms" target="_blank">Basel</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hillary Clinton in Tränen: Der Stempel der Medien</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 15:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Therese Balduzzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienhysterie als Spiegel des Zeitgeistes? Eine schwache Sekunde von Senatorin Clinton wurde erst als desaströs eingestuft, um Stunden später in &#8220;harmlos, ja sogar nützlich, weil menschlich&#8221; uminterpretiert zu werden. Hillary Clinton: Eben noch den Tränen nah, hat sie zur alten Form zurückgefunden &#8211; oder das Heulsusen-Image abgewendet? (Bild Keystone / Elise Amendola) Seit den Wahlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Medienhysterie als Spiegel des Zeitgeistes? Eine schwache Sekunde von Senatorin Clinton wurde erst als desaströs eingestuft, um Stunden später in &#8220;harmlos, ja sogar nützlich, weil menschlich&#8221; uminterpretiert zu werden.</h2>
<p><a href="http://fraulich.com/2008/01/10/hillary-clinton-in-traenen-der-stempel-der-medien/bild-55.jpg"><img height="347" alt="Bild" hspace="5" src="http://fraulich.com/wp-content/uploads/2008/01/bild-55-small.jpg" width="450" vspace="5" /></a><br />
<em>Hillary Clinton: Eben noch den Tränen nah, hat sie zur alten Form zurückgefunden &#8211; oder das Heulsusen-Image abgewendet?<br />
(Bild Keystone / Elise Amendola)</em> </p>
<p>Seit den Wahlen der Präsidentschaftskandidaten in New Hampshire füllt auf der Seite der Demokraten der Wind wieder Hillary Clintons Segel, doch ihr Sieg über Obama war alles andere als sicher. Zudem wurden die Spannung durch eine im Grunde genommen kleine Begebenheit stark dramatisiert:</p>
<p><span id="more-248"></span></p>
<p>Nachdem Clinton in Iowa von Barack Obama geschlagen worden war, hatte sie während eines ausschliesslich von Frauen besuchten (aber gefilmten) Roundtable-Gespächs in New Hampshire einen schwachen Moment. In ihren Augen sammelten sich Tränen, und ihre Stimme stockte, als sie eine Frage beantwortete. Den ganzen Montag Abend über wurde die Szene auf jedem TV-Sender unzählige Male wiederholt. Und die Tageszeitungen am Dienstag Morgen brachten alle Schlagzeilen über den Augenblick auf der Frontseite. &#8220;Hillary on the Edge&#8221;, &#8220;It&#8217;s not easy&#8221; etc. etc.</p>
<p><strong>Reduziert wie &#8220;Dean, der Heuler&#8221;?</strong></p>
<p>Ich fühlte mich zwangsläufig an einen ähnlichen Moment vier Jahre zuvor erinnert, als Howard Dean, nachdem er in Iowa verloren hatte, seine Rede mit einem ausgedehntes &#8220;Woooooow-i&#8221; schmückte. Deans Kampfgeheul wurde danach so oft über den Bildschirm geschickt, bis er im öffentlichen Diskurs nur noch auf diese Sekunde reduziert zu sein schien. (Er wurde zwar<br />
Präsident der demokratischen Partei, verschwand aber aus den Mainstream-Medien fast gänzlich).</p>
<p>Da Obama am Montag auf seiner Erfolgswelle ritt, fragte ich mich, ob es möglich sei, Hillary auf eine Träne zu reduzieren. Die gleiche Hillary Clinton, die schon seit Monaten, wenn nicht Jahren, eisern für dieses Ziel gearbeitet hatte und von bald allen Wassern gewaschen war? Dieselbe Frau, die wie ein gesunder, alter Baumstamm jeglichem Sturm zu widerstehen können schien? Ich hatte mich manchmal gewundert, ob das Futter ihrer Oscar-de-la-Renta Hosenanzüge (so ziemlich das einzige, was sie mit Laura Bush gemeinsam hat!) aus Stahlmaschen gewoben sei.</p>
<p><strong>Überwiegt der Sex- oder der Rassismus?</strong></p>
<p>Die amerikanische Starfeministin Gloria Steinem schrieb nach dem Iowa-Verlust in einer Kolumne in der New York Times, dass sich Sexismus stärker halte als der Rassismus. D.h. dass ein schwarzer Mann von der amerikanischen Öffentlichkeit als Präsidentschaftskandidat einfacher zu akzeptieren sei als eine weisse Frau.</p>
<p>Als stützendes Argument fügte sie an, dass die Afroamerikaner in den USA das Wahlrecht 100 Jahre vor den Frauen erhalten hätte. Aber stimmt das immer noch? Die Konstellation &#8211; weisse Frau vs. schwarzer Mann &#8211; ist jedenfalls spannend und für Amerika von historischer Bedeutung. Nach ihrem Sieg in New Hampshire wurde Clintons schwacher Moment schnell positiv uminterpretiert: Darauf, dass sie eine menschliche Seite gezeigt hätte, die vor allem den Frauen positiv aufgenommen worden sei. Dies, obwohl Umfragen ergaben, dass sich die grosse Mehrheit der Wähler schon Tage oder Wochen vor dem Wahltermin für ihre Kandidaten entschieden hatten&#8230;</p>
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