Krokodil – Retter:
Mann des Monats

Von Annett Altvater am 12. April 2008 um 08:35 Uhr Kommentare (7)
Kategorien: Allgemein, Hier, Ich, Macht

Schon jetzt muss der Mann dieses Monats gekürt werden: Der australische Crocodile Dundee, der seine Frau aus dem Maul eines Krokos befreite.

Harald Krassnitzer - Schauspieler.
Nein, das ist kein edler Retter auf der Suche nach seiner Frau, sondern der österreichische Schauspieler Harald Krassnitzer bei “Stars in der Manege”. (Bild Keystone / Christof Stache)

Der Ehemann, der sich auf ein Krokodil schwang, um seine Frau zu retten, hat mehr Glück als Verstand. Hätte ja auch schief gehen können. Aber wie ein versierter Drachentöter piekst er das Krokodil in die Augen und befreit seine Gattin. Welches evolutionäre Wissen in dem wohl steckt, dass er handelt, als wäre er im früheren Leben Mammutjäger oder Ritter oder Superheld oder eben Drachentöter gewesen?

Mich hat das dermassen beeindruckt, dass ich jetzt durch die Strasse gehe und wildfremde Männer in die Kategorie Drachentöter oder Witwer einteile.

(Hätte er hilflos zugeschaut, wäre Crocodile Dundee jetzt schliesslich Witwer.) Am ergiebigsten sind meine Beobachtungsstudien bei Paaren. Denn um zum Helden zu werden, braucht der Mann auch eine, die er gerne rettet.

Ob das der Fall ist oder ob er nur Angst hat, dass niemand mehr seine Hemden bügelt, erkenne ich auf den ersten Blick. Bilde ich mir ein.

Versuch auch mal!



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7 Kommentare

Heike

Woran erkennst du denn, was der Mann für einer ist?


Hardy Villwock

Tja, was so ein richtiger Aborigine ist, der muß sich nicht den Kopf zerbrechen, ob die Frau die Reaktion für angemessen hält. Da rettet er sie mal einfach. Und die australische Ureinwohnerin sagt: Den Kampf mit lauteren Mitteln überlasse ich meinem Mann. Dafür ist er ja schließlich da! Das kann er auch viel besser als ich.
Liebe Heike, zerbrich Dir darüber man am Besten gar nicht den Kopf. Beim europäischen Weibchen ist diese Fähigkeit durch zuviel “fem” und zu wenig “wir” in der Luft und im Trinkwasser verloren gegangen. Der eine oder andere Atavismus kann schon mal vorkommen!


Annett Altvater

Tja, da die Retter-Einschätzung vor allem auf meiner Einbildung basiert, kommt es nicht so auf den Kriterienkatalog an. Ich entscheide einfach instinktiv und warte auf in mir verborgene atavistische Hinweise ;-) Gentlemen, die ihrer Dame den Regenschirm über den Kopf halten, sind natürlich im Vorteil.


Anonym

Wow, das der Mann so schnell reagiert hat, ist auch bemerkenswert. Normalerweise ist man ja in so einer Situation eher geschockt oder kann gar nicht so schnell reagieren. Der Typ ist jetzt sicherlich mächtig stolz auf seine mutige Tat!

Mark


Heike

Gentlemen, die ihrer Dame den Regenschirm halten, sind nicht nur im Vorteil, sondern auch eindeutig in der Minderheit!
Und das alles nur, weil viele Männer die weibliche Emanzipation nicht verstanden haben und denken, man darf sie nicht mehr verehren und aus Krokodilmäulern retten.
Mein guter Hardy, “wir” gibt es immernoch, “fem” stört es nur, wenn “du” dich nicht auch von “deiner” tradierten Rolle emanzipierst!
Würde eigentlich diese Rettungsstory auch so aufgeplustert werden, wenn der gute Mann seinen besten Kumpel ausm Krokomaul befreit hätte?


Hardy Villwock

Hallo Mark, Dein alberner Trick Markisenwerbung als Kommentar zu tarnen ist so billig, daß ich nicht mal weinen möchte.
Liebe Heike,
emanzipierte Frauen und emanzipierte Männer brauchen sich nicht zu emanzipieren.
Mit vorzüglicher Hochachtung, Dein Hardy.
Aber aber Annett! Unterm Scheffel hat Dein Licht nun wirklich nichts verloren. Die von Dir angesprochene Etikette ist selbstverständlich eine heiße und unabdingbare Würze.
Herzlichst Hardy.


shocker-blogger

Also erstmal sieht das Bild spektakulär aus. Ich weiß nicht ob Ich freilwillig in so ein Krokodil schauen würde. Aber eine Frage in die Runde, passt eine Frau (nehmen wir mal eine normale Größe von 1,68m an) überhaupt in den Körper von einem Krokodil? Erscheint mir ehrlich gesagt etwas übertrieben. Gruß


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