Quartalsliebe:
Gleich wird gepflanzt
Von Annett Altvater am 16. März 2008 um 11:29 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Allgemein, Hier
So, Schippchen auspacken. Es darf wieder gebuddelt, gesät und gepflanzt werden.
Ich trippel ungeduldig vor mich hin und warte darauf, dass die Nächte ebenso frühlingshaft mild bleiben wie der blaue Himmel es vorgaukelt. Denn ich will endlich die Pflanzsaison eröffnen. Meiner Petersilie beim Wachsen zuschauen, Basilikum aussäen, den Oleander vom Treppenhaus auf den Balkon verfrachten, Schnittlauch aufs Butterbrot schneiden und die einjährige Sommerblumenmischung in grosszügige Töpfe verteilen und sie beim Umranken des Balkongeländers anfeuern. (Das war natürlich keine chronologische Aufzählung.)
Leider weiss ich jetzt schon: Die Liebe zu Blumen ist nichts anderes als ein vergängliches Frühlingsgefühl. Spätestens im Oktober ist die Begeisterung dahin. Dann würze ich das Hühnchen wieder mit getrocknetem Oregano und der Schnittlauch hängt traurig und braun vom Geländer. Dieses Phänomen nennt sich Quartalsliebe. Und das sagt niemand schöner als Toni Mahoni. Der Beitrag über die Zimmerzierpflanzen ist zwar schon uralt, aber immer noch einer meiner liebsten. Zusammen mit Frühchen und den bescheidenen Millionären.
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2 Kommentare
Gayla Trail hilft Dir dabei, wie sie sagt, die Beziehung der modernen Welt zu Pflanzen neu zu definieren. Vielleicht hält dann die Liebe länger…
Annett Altvater
schrieb am 19. März 2008, 13:39 Uhr (Permalink zum Kommentar)Danke, lieber Beat, die ist ja fast ein bisschen militant. Ich werd mir Mühe geben, meine Pflanzenliebe aufrecht zu erhalten.


Beat
schrieb am 17. März 2008, 14:39 Uhr (Permalink zum Kommentar)