Frauenboxen:
Unterstützung
für Boxgirls Roadwork

Von Annett Altvater am 3. März 2008 um 09:39 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Allgemein, Hier

Sport for a better world. Ja ja, der Titel klingt doof. Aber es ist unbestritten, dass Sport eine Menge tolle Sachen mit uns macht. Zusätzlich zum Muskelkater.

Die Boxgirls aus Berlin haben sich nicht weniger vorgenommen, als mittels Selbstverteidigung sowie Lauf- und Boxtraining Mädels in Kenia und Nairobi zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen und damit den Changemakers-Wettbewerb zu gewinnen. 381 Bewerbungen wurden eingereicht, 16 habens in die Endauswahl geschafft – und die Boxgirls gehören zu den Finalistinnen.

Gewinnen sie, winken ihnen 5000 Dollar, mit denen sie ihr Projekt weiter finanzieren wollen. Damit sie auch die letzte Etappe noch schaffen: Schnell auf changemakers.net registrieren, einloggen und für die Boxgirls abstimmen (und für zwei weitere Projekte – zum Beispiel für solche, die sich ebenfalls für Mädchen engagieren). Heute ist die letzte Möglichkeit.

Die Boxgirls haben absolut Recht, wenn sie finden: Eine Frau, die weiss, dass sie sich verteidigen kann, ist eine selbstbewusste Frau. Wer einmal ein Boxtraining besucht hat, kennt das – ganz neue – Gefühl: Dein Rücken ist nach den ganzen Liegestützen und Sandsack-Schlägereien grad einen Meter breiter und dein Bizeps ist geschwollen wie ein Lymphknoten. Leider liegt das daran, dass die Muskeln nicht wussten, dass es sie gibt und auf die Überanstrengung mit Kater reagieren. Ich hätte in diesem Post-Boxing-Zustand jedenfalls keinen Räuber verkloppen können, und das während drei Tagen.

Wenn man jedoch regelmässig trainiert und nicht nur, wenn einem gerade danach ist, dann wächst der Rücken tatsächlich und der Puls geht auch nicht mehr hoch auf 400 und man entfernt sich weit von der Gefahr, im nächsten Moment ohnmächtig umzukippen und davon, völlig unterzuckert an der Wand zu lehnen. Noch dazu lernt man beim Frauenboxen nette und wahnsinnig fitte Mädels kennen, die beweisen, dass Boxerinnen schick definierte Oberkörper haben und ganz und gar keine schiefen Nasen.

Einen guten Überblick übers Frauenboxen in der Schweiz liefert die Seite vom Boxclub Basel. Dort können Neugierige montags auch beim Training schnuppern. Am besten anmelden. Und es schadet nichts, ein bisschen fit zu sein…
Weitere Adressen von Schweizer Boxclubs: swissboxing.ch

Auch der Deutsche Boxsport-Verband liefert ein paar Links zu Vereinen, aber das Telefonbuch ist übersichtlicher. Und wer in Deutschland eine Sparringpartnerin sucht, wird in der Boxerinnen-Datenbank fündig.



Vorheriger / nächster Artikel

<< Regelkalender:
Keine Regel im Internet
Mike Oldfield:
Moonlight Shadow-Man ist zurück
>>


Leseservice

Kontakt

RSS-Feed, was ist das? Artikel 1x täglich per Mail:

E-Mail-Adresse eingeben:

Unsere Blogs

Über Blogwerk