Bullsballs:
“Fritz” ist out.
Baumelnde Hoden sind in.
Von Nathalie Sassine am 24. Januar 2008 um 08:54 Uhr Kommentare (9)
Kategorien: Hier, Zeit, Über
Der typische Lastwagenfahrer ist gewiss kein diskreter Gentleman, der uns Frauen in den Mantel hilft. Soviel wussten wir schon. Dass er aber seine Genitalien in die Windschutzscheibe hängen muss, um sich zu differenzieren, war uns neu.
Bei uns sind die Lastwagen mit einen Nummernschild in der Windschutzscheibe, auf welchem – gaaanz originell – der Vorname des jeweiligen Fahrers steht, immer noch an der Tagesordnung. „Fritz“ „Moritz“ oder „Helmut“ waren uns zwar fremd, aber irgendwie war der Identifizierungs-Drang noch irgendwie nachvollziehbar. Schliesslich steht an unserer Haustüre auch der Name angeschrieben.
Der neuste Trend – auch dieser natürlich aus den USA – zeigt jetzt aber, dass den Herren Lastwagenfahrer das Namensschild nicht mehr genügt, um der Welt zu zeigen, wer sie sind. Vielmehr hängen sie sich jetzt Hoden an den Rückspiegel.
Künstliche, versteht sich. Auf www.bullsballs.com bestellt sie Hodensäcke in alle Grössen und Farben. Der Hinweis „made to swing“ scheint dabei ebenfalls eine Rolle zu spielen.
Und als ob das nicht schon lächerlich genug wäre, versucht ein selbsternannter Moralapostel, diesem Unsinn ein Ende zu setzen. Lionel Spruill will Fernfahrer mit 250 Dollar büssen, die ihre Trucks mit künstlichen Hoden schmücken.
Ist je eine Frau auf die Idee gekommen, ihr Handy mit ihren Genitalien zu schmücken? Und dann auch noch überdimensional grosse? Ich glaube nicht. Für Hinweise bin ich dennoch dankbar.
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9 Kommentare
Hallo Nathalie,
wenn überhaupt kommt eigentlich nur Annie Sprinkle für Dein Projekt in Frage. Im Ernst.
Viel Erfolg bei der Kontaktaufnahme.
Hardy Villwock
schrieb am 24. Januar 2008, 18:30 Uhr (Permalink zum Kommentar)Ich nochmal. Diese Frau wäre außerdem ein Porträt wert.
So, das war’s.
Dorothee Vohl
schrieb am 24. Januar 2008, 20:06 Uhr (Permalink zum Kommentar)Hallo Hardy,
Zufall … gerade heute habe ich mich Miss Sprinkle beschäftigt.
Da ich mit meiner alte Freundin Monika Treut
(http://www.hyenafilms.com) Kontakt hatte. Monika hat viel mit Annie Sprinkle gearbeitet.
Allerdings fraulich.com und Annie Sprinkle …
Klar, wurde hier schon die eine oder andere voyeuristische Erwartung entzündet,
aber Annie Sprinkle dürfte hier doch etwas überfordern, denke ich.
Hardy Villwock
schrieb am 25. Januar 2008, 07:23 Uhr (Permalink zum Kommentar)Hallo Dorothee, was mich betrifft surf ich woanders, wenn ich Lust auf Voyeurismus habe.
Bei fraulich.com erwarte ich die Sicht der Dinge, die ich normalerweise nicht haben kann. Gerade bei Personen wie A.S.
Liebe Grüße, Hardy.
Hans
schrieb am 26. Januar 2008, 17:43 Uhr (Permalink zum Kommentar)„Fritz“ „Moritz“ oder „Helmut“ Schilder dienen einfach zur Identifizierung gegenüber andere Fernfahrer für den CB-Funk.
Peter Sennhauser
schrieb am 28. Januar 2008, 05:15 Uhr (Permalink zum Kommentar)Hans, und wozu dienen dann die Bullsballs?
Nathalie Sassine
schrieb am 28. Januar 2008, 16:29 Uhr (Permalink zum Kommentar)Hans: habe auch schon Schilder “Geiler Bock” oder ähnlich gesehen. Dienen die auch der Identifizierung?
Christian
schrieb am 29. Januar 2008, 11:43 Uhr (Permalink zum Kommentar)habe auch schon Schilder “Geiler Bock” oder ähnlich gesehen. Dienen die auch der Identifizierung?
Vermutlich ja, aber nicht für den CB-Funk ;)
Christian
Wolf-Dieter Roth
schrieb am 30. Januar 2008, 15:01 Uhr (Permalink zum Kommentar)@Christian: Ich glaube, Du unter- bzw. überschätzt den CB-Funk…es wäre höchstens keine eindeutige Kennung, sondern eine vieldeutige (ja, zweideutig auch, obwohl, da dann wieder eindeutig…)
Aber interessant, das ist also ein Job, in dem man den ganzen Tag seine Eier schaukeln kann…ich hatte vom LKW-Fahren ja immer einen anderen Eintruck….äh, Eindruck!
Und wenn eine LKW-Fahrerin sowas macht, ist es dann eine Trophäe?

Hardy Villwock
schrieb am 24. Januar 2008, 18:29 Uhr (Permalink zum Kommentar)