Einkaufs-Missverständnisse:
Schuhe vs Putenschnitzel
Von Camilla John am 23. Januar 2008 um 08:29 Uhr Kommentare (5)
Kategorien: Hier, Jetzt, Schein
Klar, so gut wie jede Frau geht gerne shoppen. Ja! Klamotten, Schuhe, Ohrringe, Wimperntusche oder Handtaschen. Bei dieser Option schmilzt jedes feminine Herz, denn man kann sich herrlich austoben und fühlt sich hinterher eigentlich immer besser. Besser aussehend. Besser gedressed. Besser schaut man dann nicht allzu schnell aufs Konto.
Besser erzählt man auch nicht postwendend davon zu Hause. „Stückweise Präsentation“ erscheint mir als gute Alternative zum kompletten Ausschütten der prallen Einkaufstüten und damit der kompletten Offenlegung der eigenen Gier und Maßlosigkeit vor dem Liebsten. So mache ich das, und es geht seit einigen Jahren auch ganz gut. Mag an den getrennten Konten liegen, vielleicht aber auch an der Interesselosigkeit meines Liebsten gegenüber den neuen Schätzen, die er viel zu gerne mit uralten komplett veralteten styling pieces aus dem Vorjahr verwechselt.
Pumps vs Paniermehl
„Aber solche Schuhe hast du doch schon, oder?!“ Mein entgeisterter Blick verrät nun kein heißes Entsetzen darüber, dass ich im Rausch einen heimischen Pumps vergessen haben könnte und nun stolz das Duplikat angeschleppt habe – nein! Entsetzen darüber, wie wenig er doch augenscheinlich über mich weiß. Über mich, meine Schuhe. „Ach Quatsch, wenn du die olivgrünen mit der Schnalle meinst, liegst du leider nur in der Farbfamilie richtig. Diese wunderschönen neuen Schuhe haben einen Farbverlauf und ein Zehenguckloch. Nennt man Peep toe!“ Aha. Das denkt er wohl.
Verstehe ich ja auch, bei seinen drei Paaren ist Verwechslung eher ausgeschlossen.
Shoppen = Shoppen?
Eine extrem große Verwechslung in Sachen Shopping herrscht allerdings bei den meisten Männern: Sie denken, dass Frauen auch grundsätzlich gerne LEBENSMITTEL-Shoppen gehen. Da ich komisch bin, trifft das auf mich auch zu, ich konsumiere einfach sehr gern, im Zweifel auch Joghurt und Putenschnitzel. Die meisten meiner Freundinnen währenddessen hassen Aldi und Edeka und sehnen sich an der Kühltheke gen Kleiderständer.
Deshalb muss den Männer gesagt werden: Shoppen ist nicht gleich shoppen! Der Essens-Einkauf gehört nicht in die Belustigungskategorie, vielmehr in die Schublade, in der sich Abwaschen, Geschirr abtrocknen, Staubsaugen und Böden feudeln aufhalten!
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5 Kommentare
In der einen Sache geht es mir wie dir: ich liebe es auch, Lebensmittel einzukaufen, sogar Putzmittel finde ich interessant. Es gibt ja immer was neues auszuprobieren. Ganz anders ist die Sache bei uns hingegen bezüglich After-Shopping-Effekt. Ich gestehe nichts, auch nicht Stück-für-Stück. Mein Liebster hat dermassen keine Ahnung vom Inhalt meines Kleider- oder Schuhschrankes, dass ich ihn überhaupt nicht einweihen muss in meinen Kontostand. Tja, sein Desinteresse kostet ihn halt was!
Felix
schrieb am 24. Januar 2008, 21:16 Uhr (Permalink zum Kommentar)Das sind ja Abgründe, die sich für Männer hier auftun ;-)
Camilla John
schrieb am 25. Januar 2008, 10:24 Uhr (Permalink zum Kommentar)Liebe Nathalie, es ist immer gut zu wissen, dass man nicht allein eventuelle Störungen hat ;-)
Felix: ihr Männer lest doch hier, um zu lernen, oder? ;-)
hase
schrieb am 28. Januar 2008, 18:06 Uhr (Permalink zum Kommentar)….schuhe, taschen, gürtel und jegliche art von accessoires kann frau nie genug haben, das steht fest. entspannt durch die geschäfte bummeln ist wie ein besuch in der wellness-oase und dient der eigenen entspannung und fördert die gute laune! und am ende garantiert etwas kaufen, dass man nicht braucht. aber: why not..? wenn’s schee macht….;)
jfv.john
schrieb am 30. Januar 2008, 11:48 Uhr (Permalink zum Kommentar)…das ist dann wohl etwas von der Schattenseite meiner Erziehung.
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Nathalie Sassine
schrieb am 23. Januar 2008, 16:27 Uhr (Permalink zum Kommentar)