Männliche Rätsel:
Warum macht er das?
Von Annett Altvater am 22. Januar 2008 um 09:19 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Allgemein, Hier
Männer finden Frauen kompliziert. Stimmt, wir verstehen uns ja nicht einmal selbst. Aber auch Männer geben Rätsel auf. Hier sind drei, die mich schon länger beschäftigen:
1. Gehen Frauen aufs Klo, nehmen sie höchstens ihre Freundinnen mit. Aber nur wenn keine Gefahr besteht, dass man sie pupsen hört. Meist verschwinden sie klammheimlich und sind mit aufgefrischtem Rot auf dem Lippen wieder zurück. Männer hingegen suchen sich in aller Ruhe eine Zeitung aus, klemmen sie unter dem Arm fest und verkünden: «Ich geh mal aufs Klo.» Schön, dass das alle wissen dürfen. Aber warum müssen sie jeden darüber informieren, dass eine Sitzung länger dauert?
2. Ein Test: Fordere eine Anzahl Frauen auf, das Geräusch einer Maschinenpistole und einer Handgranate zu imitieren. Das wird sich in den meisten Fällen so anhören: «Ra-tata-tata» beziehungsweise «düüü-drisch». Und jetzt die Männer: Du wirst sehen, die Mehrzahl von ihnen ist so perfekt, dass du in Deckung gehen wirst. Woher haben sie das nur?
3. Habe ich Kopfweh, kann ich fast jederzeit eine Frau nach einer Tablette fragen und werde auch eine bekommen. Männer hingegen jammern am Abend über ihre fürchterlichen Kopfschmerzen. Fragt man sie aber, ob sie eine Tablette eingeworfen haben, heisst es: «Nee, wollte ich nicht. Erstmal abwarten.» Nur, wenn man mit Tablette und Wasserglas anrückt, wird geschluckt. Und als ich meinen damals fünfjährigen Neffen nach dem Baden eincremen wollte, wehrte der ab: «Nee, Männer cremen sich nicht ein.» Woher rührt diese prinzipielle Abneigung gegen chemische und natürliche Hilfsmittel? Warum rechnen sie einem lieber den absurd hohen Literpreis für Thermalwasser vor, statt uns Komplimente für unsere frische Haut zu machen?
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3 Kommentare
Antworten:
1. Der Mann meldet seine Abwesenheit mit Zeitung an, weil er nicht gestört werden will, genau wie die Frau beim Pupsen. Die Zeitung signalisiert: lass mich einfach in Ruhe, bis ich wieder da bin.
2. Maschinengewehr: Ist mit Emotionen verbunden, erlaubt dem Mann den Traum von Abenteuer, Tragik, Heldentum, letztlich die Realisierung von Lebenssinn. Wem das unverständlich scheint: denk mal noch ein wenig drüber nach, ohne gleich entrüstet zu schimpfen.
3. Kein Einfetten der Haut: Weil es ein Eingeständnis eines Defektes ist, obwohl gar nichts defekt ist. Und weil es einen abhängig macht von diesen Produkten, und was gäbe es Uebleres für den Mann, als seine Freiheit zu verlieren.
Annett Altvater
schrieb am 28. Januar 2008, 13:38 Uhr (Permalink zum Kommentar)Danke, Lips. Entrüstet bin ich übrigens höchstens, weil ich noch immer kein Maschinengewehr nachahmen kann und alles Üben nichts hilft. Deswegen schimpfe ich nicht über Männer, die das können, sondern beneide sie.
Lips
schrieb am 29. Januar 2008, 10:58 Uhr (Permalink zum Kommentar)Man kann durchaus entrüstet sein über die Leidenschaftlichkeit, die bei der perfekt-sinnlichen Imitation des Waffengebrauches durch Männer zutage kommt. Ich habe mich einen Moment selbst gewundert. Die Frage ist ja auch, was Männer so technikaffin macht. Diese Freunde an Gadgets und Maschinen. – Funktion auf Knopfdruck? Der gerade Weg zum Ziel, das Erleben von Kausalität ohne Umwege? Das damit verbundene Erleben von Macht oder doch auch ein aesthetisches Vergnügen, denn Schönheit und Funktion stehen sich ja nahe?

Lips
schrieb am 27. Januar 2008, 16:33 Uhr (Permalink zum Kommentar)