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Nahostkonflikt vor dem Altar
Von Nathalie Sassine am 17. Januar 2008 um 09:10 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Geist, Jetzt
Was wir normalerweise nur als “Nahostkonflikt” in den Nachrichten wahrnehmen, nimmt in Eran Riklis Film “Die syrische Braut” ganz andere Dimensionen an. In diesem preisgekröntem Drama geht es um die Kraft, physische und gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten.

Eigentlich sollte es Monas schönster Tag werden: Ihr Hochzeitstag. Für sie ist es jedoch ein trauriges Ereignis. Wenn sie den syrischen TV-Star Tallel einmal geheiratet hat, wird sie nie wieder in ihr Heimatdorf in den Golanhöhen zurückkehren können:
Diese werden seit Jahrzehnten von Israelis besetzt.
Bevor Eran Rikli 2004 in Locarno den Publikumspreis gewann, verbrachte der israelische Regisseur drei Jahre im nahöstlichen Gebiet der Golanhöhen, um diese zu erkunden, seine Bewohner kennenzulernen und in die politische, soziale und psychologische Situation der Drusen einzutauchen. Die Bevölkerung dieser Region setzt sich aus jüdischen Siedlern und Drusen zusammen und leidet seit der 60er Jahre unter dem Kampf Israels und Syriens um das ursprünglich syrische Gebiet. Hass, Gleichgültigkeit und Bürokratie sind zu Alltagsproblemen der Bewohner geworden.
Arte zeigt “Die Syrische Braut” am Donnerstag, 17. Januar 2008, um 21.00 Uhr.
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