Fu Long:
Kleiner Mann in Schwarz/Weiss
Von Dorothee Vohl am 14. Januar 2008 um 07:29 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Jetzt, Sein
Der erste und einzige Panda, der in einem europäischen Zoo natürlich gezeugt wurde, heisst Fu Long. Er kam im August 2007 im Wiener Tiergarten Schönbrunn zur Welt. Seither sind die Augen der Weltöffentlichkeit auf ihn gerichtet, während der kleine Bär allmählich seine Männlichkeit entwickelt.

Er ist sympathisch, der kleine, chinesische Migrant mit österreichischem Aufenthaltsort. Obwohl er per Video überwacht und abgehört wird, entwickelt er sich prächtig, denn er erlebt dank „Yang Yang“ die perfekte, tierische Mutterliebe. Im Video siehts zärtlich aus:
Zum Glück hat das Panda-Baby bisher nur wenige Kontakte mit Menschen erfahren, denn sicher würden die es sonst tot knuddeln, so vernarrt wie alle Welt in den kleinen Kerl ist. Fürs Erste muss sich die Menschheit noch damit begnügend, Briefmarken mit seinem Konterfei zu lecken.
Drei Wochen lang konnte im Internet über seine Namensgebung abgestimmt werden. Mehr als 26.000 Personen beteiligten sich daran und mehr als 50 Prozent entschieden sich schlussendlich für den Namen “Fu Long”. Der „glückliche Drache“ geruht bislang allerdings noch nicht aus seiner Kinderstube hinaus ins Rampenlicht zu treten.
In einem auf drei Jahre angesetzten Projekt „Pandasprache“ untersuchen Wissenschaftler der Universität Wien die „Akustische Kommunikation beim Großen Panda“. „Fu Long“ ist mit all seinem Quieken, Quäken und Grunzen offenbar sehr Wortgewand, denn „Yang Yang“ reagiert stets auf jeden Laut ihres kleinen Paschas. Allerdings haben die Forscher bereits festgestellt - und hier gibt es durchaus eine Parallele zur menschlichen Spezies - dass der kleine Mann, je mehr er auf die eigenen Beine kommt, zurückhaltender mit seinem Redefluss wird. Von ausgewachsenen Bären ist bekannt, dass diese eigentlich nur während der Paarungszeit sprechen.
Auch sonst ist „Fu Long“ ganz der Papa, denn mit seiner schwarzen Schmetterlingsmarkierung auf dem Rücken trägt er nahezu denselben Pelz wie dieser. Vielleicht wird er ja auch einmal in Sachen Potenz dem Vater folgen und ganz natürlich die nächste Panda-Generation zeugen.
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