Yoga-Plakat
Übungen ab der Wand
Von Nathalie Sassine am 13. Januar 2008 um 13:13 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Jetzt, Sein
Das Yoga-Plakat sorgt dafür, dass sich ab sofort auch Studentinnen, Mütter und sonstige schlecht bezahlte Yoga-Liebhaberinnen professionelles Verrenkungs-Coaching leisten können. Und das daheim in aller Ruhe.
Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber mein innerer Schweinehund gleicht entweder einem schlafenden Cocker Spaniel oder einem tollwütigen Schäferhund wenn es darum geht, mich aufzuraffen und zur Yoga-Stunde zu fahren/gehen/joggen.
Es kostet einfach zu viel Aufwand, für eine Stunde Entspannungs-Verrenkungen meinen Sohn zur Grossmutter zu bringen, ins Studio zu fahren, Stunde absolvieren, in die öffentliche Dusche mit anderen verschwitzten Damen zu stehen (Kabinen-Duschen sollten sowieso Pflicht sein), um danach gestresster als je zuvor den Kleinen abzuholen und nach Hause zu fahren.
Ganz zu schweigen von den Kosten für eine Stunde Erholung, die keine ist:
- Yoga-Stunde: 20 Euro (Schweizer Preis)
- Benzin: 5 Euro
- Parkplatz: 1 Euro
- Getränk an der Saftbar, weil ich meine Wasserflasche wiedermal vergessen hab: 2 Euro
Total: 29 Euro!
Aber das ist jetzt vorbei. Ich mache ab sofort Yoga@Home! Da ich jedoch in diesem Falle den Fernseher als Babysitter brauche (ja, ich gebe es zu), kann ich keine Yoga-DVD reinscheiben und mich berieseln lassen.
Diesem Umstand haben die eidg. dipl. Sportlehrerin Susan Connor von Carpe Diem zusammen mit zwei Designerinnen Rechnung getragen und das Yoga-Plakat entwickelt. Plakate gibt es für Yoga am Morgen, am Abend, für Fortgeschrittene, für Rückenprobleme und sogar für Schwangere. Darauf sind jeweils zwischen 15 und 22 Übungen zu finden.
Kosten: 26 Euro inkl. Versand in alle EU-Länder. Schweiz: CHF 32 inkl. Versand.
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2 Kommentare
Da muss ich dir widersprechen, Nathalie.
Kein Plakat der Welt kann dir eine wirklich gute Yoga-Schule ersetzen. Ich meine jetzt nicht diese Crash-Kurs-Schmalspur-Pseudo-Lehrer, sondern ganz andere Kaliber und nur die solltest du dir suchen, wenn du wirklich Yoga machen willst. Oder kann dir dein Plakat an der Wand etwa Anleitungen zum Atmen geben und eventuell noch dazu kontrollieren, ob du die Anweisung auch richtig umsetzt? – Ansonsten denke ich, wird dir dein Filius auch schon bald deine Entspannung vermasseln, wenn ihm sein TV-Programm nicht mehr gefällt oder die Kekse alle sind. Du hast doch ne Oma, die dir den Kleinen – sicher gratis – abnimmt. So eine Chance hatte ich nie, ich musste auch noch für jede Kinderunterbringung blechen und sei es im Tauschgeschäft mit anderen Müttern, was hieß: in Kürze noch mehr Kinder an der Backe.
Am Ende verrate ich euch anderen noch die Adresse meiner Yoga-Lehrerin, der ich viel zu verdanken habe.
http://www.yoga-wilmersdorf.de/
Wem der Weg nach Berlin zu weit ist, der sollte eben bei sich in der Nähe etwas länger suchen.
Printer
schrieb am 19. Februar 2008, 19:32 Uhr (Permalink zum Kommentar)Das stimmt, es ist schon etwas anderes, wenn man Joga von einen Joga Lehrer vermittelt bekommt als wenn man ein Plakat sieht und versucht die Übungen blindlinks zu immitieren.


Dorothee Vohl
schrieb am 14. Januar 2008, 07:15 Uhr (Permalink zum Kommentar)