Playboy Rolf Eden:
Der alte Hase und sein Häschen
Von Dorothee Vohl am 27. Dezember 2007 um 09:06 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Schein
Nun wollte sich der deutsche Casanova, Rolf Eden (77), doch endlich zum ersten Mal trauen und blieb fünf Tage vor der Hochzeit auf seinem Antrag sitzen. Eine Geschichte, die das Leben schrieb oder hat Eden nur wieder einmal seinen Job gemacht und sich mit einem Gag ins rechte Licht gerückt, damit die Leute ihn nicht vergessen und seine Kasse klingelt?

Keine Freu(n)de mehr: Rolf Eden versucht die Freundin des Prinzen von Hohenzollern zu küssen.(Foto: Keystone / Jens Kalaene)
Es ist ein Klassiker, um nicht zu sagen eine Plattitüde: Der alter Mann und das junge Mädchen. Der bekennende Viagra-Liebhaber Rolf Eden, seines Zeichens Diskotheken-König und Immobilienhecht aus Berlin, wollte angeblich unter die Haube. Seine auserwählte Brigitte (27) – bitte die französische Aussprache - ist bereits seit dreieinhalb Jahren eine der Frauen an seiner Seite und soll wie Eden behauptet, die Liebe seines Lebens sein. Doch nun mauserte sich Brigitte und emanzipierte sich von ihrem geliebten Rolf:
Sie wollte den Ehevertrag, das Grundmanifest der geplanten, staatlich anerkannten Verbindung, nicht unterzeichnen.
Der angeblich heiratswillige Enden zeigt sich nun leicht geknickt und hat dennoch Verständnis für die Dame seines Herzens, die doch „so hübsch und klug und süß“ ist. Nun ja, Brigitte sei eben noch so jung und wolle doch lieber eine richtige Familie haben, die ihr der Playboy nicht bieten will.
Gegen Kinder hat der siebenfache Vater Rolf Eden nichts einzuwenden. Aber bitte doch nicht in seiner Dahlemer Villa. Kinder gehören zur Mutter und wenn der Nachwuchs dann aus dem Gröbsten raus ist, umgibt sich der werte Herr Erzeuger gerne vor und für die Presse mit seinen Nachkommen.
Edens Ehe-Entwurf für Brigitte war eher ein pro-forma-Geschichte. Er wollte keineswegs mit seiner Angetrauten in spe Tisch, Bett und Dach absolut und auf Ewig teilen. Nein, nein, jeder der Eheleute sollte mal schön in seinen eigen vier Wänden wohnen bleiben. Unter einem Dach zusammenleben – doch nicht mit ihm, dem alten Playboy. Er ist doch kein Lebemann wie zum Beispiel Gunter Sachs. Der Casanova Rolf, der wie sein großes Vorbild genau Buch über seinen Frauenkonsum führt, macht allerdings ganz gentlemanlike über die genaue Zahl seiner Eroberungen nur ungefähre Angaben (zwischen zwei- und dreitausend).
Er ist ja so kreativ und behauptet auch die deutsche Sprache um den Begriff „abschleppen“ bereichert zu haben. Ein waschechter Held, der hält, was er verspricht und seinen Ruf (In jedem Arm ein schönes Mädchen, in jedem Arm das große Glück.) für wahr verdient und diesen guten Ruf gilt es zu verteidigen bis zum letzten Atemzug.
Immerhin will er ja einmal beim Sex sterben. Er hat auch schon eine fette Prämie von 250.000 Euro für seine Sterbehelferin testamentarisch in Aussicht gestellt. Für Rolf ist sonnenklar, die Dame, die ihn ins Jenseits befördert, muss nicht unbedingt Brigitte sein.
Ab in den Hafen
Nun geht es aber erst mal nach Miami und in die Karibik auf die Hochzeitsreise, die keine mehr ist. Eden ist ein großzügiger Mensch und ganz nebenbei will Rolf bei seiner Brigitte wegen dieser leidigen Hochzeitsache weiterbaggern. Vielleicht kann er sie ja doch noch umstimmen. Immerhin ist Eden ein guter Psychologe und behauptet von sich, Leute spitzenmäßig manipulieren zu können. Sicher wäre er, wie er sagt, in einer anderen Zeit, General geworden. Heutzutage hat er aber auch gar nichts gegen Frauenemanzipation einzuwenden, solange er seinen Willen bekommt.
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