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Persönliche Mode aus dem Netz:
Von Nierenwärmern und Filzpantoffeln

Von Camilla John am 26. Dezember 2007 um 08:58 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Schein, Sein

„Ach, wie süß, das T-Shirt hab ich von meiner Schwester auch zu Weihnachten bekommen“, strahlt eine Bekannte und tätschelt meinen dunkelblau-gold-gestreiften Oberarm.

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Hüftwärmer “Elfe” (Bild: shop.hokohoko.com)

Na bravo! Nichts ist schlimmer, als sich nicht zu unterscheiden, gleich zu sein. Vielleicht sogar unbewusst in einen Topf mit jemandem geworfen zu werden, den man gar nicht so gern hat. Da habe ich wohl den gleichen Geschmack wie die schenkende Schwester – Katastrophe.

Besagte hat von vielem zu viel: zu viel Wasserstoffperoxid in den Haaren, zu viel Solariumbräune im Gesicht. Gut, dass ich unbemerkt meine Strickjacke überziehen kann. Eigentlich ist dieser Zufall ja gar kein Zufall, denn wir alle kaufen für uns selber und Freunde in den gleichen Läden ein. Individualität kann erst ab einem gewissen Preislevel erreicht werden oder durch einmalige Kombinationskunst mit anderen Schätzen der hippen Modeketten.

Doch eigentlich gibt es tolle Möglichkeiten, sich Abseits des Stroms, jedoch modisch in der gleichen Fließgeschwindigkeit zu tümmeln: persönliche Mode aus dem Internet. Auf der Internetsite shop.hokohoko.com haben sich kreative Designer zusammengetan und bieten ihre Sahnestücke online an. Abseits des Mainstream und der Massenproduktion.

Es gibt Shirts zu entdecken, die Botschaften an die Außenwelt transportieren á la “Gebacken habe ich nicht, aber fühl mal, wie weich mein Kaschmir- Pullover ist!” von der „Lotte Voss Faktorei“, dazu Schals mit süßen Sprüchen, Nierenwärmer und japanische Filzpantoffeln.

Natürlich: selbst gemacht!

Die Labels setzen neben kreativer Liebenswürdigkeit auf ihre Käufer, denn die dürfen selbst mitgestalten: Die Firma „Schwesternliebe“ bietet Hemden an, bei denen man von der Farbe und Größe bis zum Text der mit Hand aufgestickten Buchstaben oder kleinen Tieren alles selbst aussuchen kann.

Gleiches System bei Schulter-, Klappen-, und Tragetasche von „maibag“. Das Design der Stücke aus gebrauchtem Segel ist puristisch und handgearbeitet, der Kunde darf auch hier die Farbe und den einzelnen Buchstaben bestimmen, der riesig auf der Vorderseite prangen wird. Möchten Sie lieber ein Rehkitz oder einen Waldi auf ihrer Ledertasche mit sich herum tragen? Farbe türkis oder königsblau? Kein Problem, bei „petramark“ wird die Entscheidung gleich umgesetzt und eine eigens angefertigte Tasche geliefert.

Auch schön für Geschenke an die Eltern, die gerne noch immer „bitte was Selbstgemachtes“ als Geschenk zu jedem Anlass fordern. Schwierig, wenn man nicht mal mehr weiß, wo bloß der Wasserfarbenkasten vor zehn Jahren hingewandert ist.

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2 Kommentare

Ulrike Ammermann

Hallo Camilla,

verrätst du bitte auch noch, wo ich die Seiten von “Schwesternliebe”, “Maibag” und “petramark”im Netz finde? Weihnachten ist zwar vorbei, aber der nächste Anlass etwas zu verschenken kommt so sicher wie das neue Jahr!

Gruß Ulrike


Camilla John

Liebe Ulrike,

die Designer findest Du alle auf der im Text angegebenen Internetsite http://www.shop.hokohoko.com/. Die ist echt toll und Du wirst sicher was Passendes entdecken! Viel Spaß dabei ;)!

Grüße,
Camilla


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