Weihnachtsmärkte:
Glühweinglück oder Bretterbudenterror?
Von Ulrike Ammermann am 16. Dezember 2007 um 09:06 Uhr Kommentare (1)
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Ich gebe es zu: Ich mag Weihnachten, die Vorweihnachtszeit im allgemeinen, Weihnachtsmärkte, Glühweinstände und Geschenkekauf-Orgien im besonderen.

Festliche Stimmung trotz Glühweinfusel – Frankfurt a. Main. (Foto: Keystone / AP, Michael Probst)
Ich liebe es! Und eigentlich kann ich auch nicht wirklich verstehen, warum jedes Jahr die immer gleichen Leute öffentlich in Entsetzen ausbrechen:
“Konsumterror!” rufen und jammern, wie sehr die wahren Werte des Christentums untergingen. Nur, weil wir Geschenke für unsere Lieben kaufen, alles schön dekorieren und vorbereiten und uns – zugegeben – ein wenig damit stressen, besonders leckere Sachen für die Feiertage zu kochen. Kurz: Es uns für ein paar Tage rundum schön zu machen.
Wer möchte, kann in die Kirche gehen. Sei es nun an einem der Adventsonntage oder an den Feiertagen. Und selbst die Weihnachtseinkäufe dürfen unterbrochen werden für eine kurze Andacht in einem Gotteshaus in der Innenstadt. Die sind nämlich während der Haupt-Einkaufszeiten extra dafür geöffnet.
Einen Großteil meiner Weihnachtseinkäufe erledige ich inzwischen über das Internet. Da kann ich leichter in Ruhe Preise vergleichen und solange herumklicken, bis ich das optimale Teil gefunden habe. Den Rest, besonders schöne Geschenkpapiere zum Beispiel, besorge ich dann in der Innenstadt. Und danach muss ich unbedingt auf den Weihnachtsmarkt! Natürlich weiß ich inzwischen, welche Christbaumkugeln aus Rotenburg ob der Tauber sie dort verkaufen, welche hübschen Filzanhänger, Schafwollsocken, geringelte Handschuhe und natürlich auch, welchen Kitsch es dort jedes Jahr zu völlig überteuerten Preisen gibt. Mir ist auch klar, dass es eigentlich idiotisch ist, Verkäufer in zugigen Bretterbuden frieren zu lassen, wenn es doch auch Geschäfte in festen Häusern gibt.
Aber das ist egal. Ich finde es trotzdem immer wieder schön. Und ich muss mich mit meinen Mädels am Glühweinstand verabreden. Jedes Jahr wieder. Es ist auch völlig egal, dass der Glühwein zu 3,50 vermutlich billige Aldi-Plörre ist. Solange es nur heiß genug ist und wir im Dunkeln inmitten all der glitzernden Lichter stehen. Dann finde ich die Vor-Weihnachtszeit perfekt.
Ach übrigens, dieses Jahr möchte ich unbedingt rot-weißes Geschenkpapier mit kleinen Hirschen drauf finden.
Besonders romantische Weihnachtsmärkte
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Ein Kommentar
Endlich jemand der mich wegen meinem Weihnchachtstick nicht auslacht! Habe gerade am Samstag das alljährliche Glühweintrinken durchgezogen. Das Gesöff war grausig, dafür habe ich mir dann noch einen Lebkuchen gegönnt. Wenn ich das Papier finde, meld ich ich mich :-)

Sofie
schrieb am 16. Dezember 2007, 20:06 Uhr (Permalink zum Kommentar)