Kinderwunsch
Baby geglückt - Mutterglück

Von Dorothee Vohl am 11. Dezember 2007 um 09:05 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Sein

Der fromme Wunsch: `Mein Bauch gehört mir!` entpuppt sich nicht selten als fataler Irrtum, wenn sich die heiß ersehnte Schwangerschaft einfach nicht einstellen will.

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Die Mütter der Wunschkinder werden immer älter. (Foto: Keystone / Gaetan Bally)

Vorbei sind die Zeiten als keusche Klamotten die anderen Umstände verheimlichen mussten. Keine mausgrauen, weiten Zelte ummänteln länger die gute Hoffnung hochschwangerer Bäuche. Im Gegenteil. Keine Scheu. Der pralle Bauch will demonstriert sein, selbst wenn sich der Nabel behaglich nach außen stülpt. Schwanger-sein ist sexy. Paparazzi-Linsen blitzen auf, wenn sich ihnen Bäuche ohne Hemmschwelle entgegen strecken und voll zur Schau zu stellen. Das gilt zumindest, wenn frau prominent ist.

Derzeit scheint sich halb Hollywood fortzupflanzen. Von J. Lo. über Halle Berry bis Christina Aguilera oder wie in deutschen Landen unlängst Arabella Kiesbauer sind Mamas in spe oder in reality. Woran liegt´s, was scheinbar nur für viele Normalbürger zu trifft, dass es leichter ist, eine Schwangerschaft zu vermeiden, als sie herbeizuführen?

Vom Tick-Tack der biologischen Uhr

Das Alter ist immer noch der Fruchtbarkeitskiller Nummer eins. Vor lauter Alltag und Lebensgenuss wird der Kinderwunsch nur allzu oft auf die lange Bahn aufgeschoben. Ja bis, bis es dann auf einmal für eine natürliche Abwicklung der Angelegenheit einfach zu spät ist. It´s too late, baby for a baby.

Über 1.500 Retorten-Babys wurden im letzten Jahr in Deutschland geboren. Das entspricht einer deutschen Kleinstadt. Dabei kostet Reproduktionsmedizin einen Haufen Knete und ist kein Pappenstiel. Einmal abgesehen von der Belastung und Nerverei und erst recht dem Frust, wenn es schließlich zu guter oder, besser gesagt, zu schlechter Letzt eventuell nicht klappt mit dem heiß ersehnten Nachwuchs.

Wenn Junior lieber doch auf seinem Wölkchen bleibt, als auf die gute Mutter Erde herunter zu kommen. Beziehungsweise, wenn der Mediziner und seine Helfershelfer - Bäumchen, Bäumchen verwechsel dich - zum falschen Glas griff, in dem die Eizelle schwamm, die mit dem anderen Sperma von einem fremden und nicht dem des eigen Mannes angepiekt war … In-Vitro und die Angst vom vertauschten Kind. Sollte der späten Mütter dann gänzlich unbeabsichtigt im eigenen Bauch doch nur das fremde Kind glücken….

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3 Kommentare

rabenmutter

Oft ist der Lebensgenuss mehr auf Seiten der Männer, oder irre ich mich? Sie geniessen ihre Downhill-Weekends, ihre Nachmittage mit dem ferngesteuerten Helikopter und wollen noch lange keine Verantwortung für andere Kinder als sich selber übernehmen. Und ihre Partnerinnen hären in der Zwischenzeit die Uhr ticken und stellen alles mögliche an, um möglichst diskret schwanger zu werden…http://rabenmuetter.blogspot.com/2007/11/mutter-werden-ist-nicht-schwer.html


Sofie

@ Rabenmutter: musste gerade lachen, so traurig es für einige Frauen auch ist, aber es stimmt genau. Oder dann wartet man auf die “perfekten Lebensumstände”, bis die Karriereleiter nicht mehr viele Stufen nach oben hat oder das Bankkonto prall gefüllt ist usw.


wonderwomen

ich finde den Lebensgenuss der Frauen doch nicht unbedingt schlechter, als die der Männer, schliesslich entscheiden wir, ob wir ein Baby austragen und die angehende Vätergeneration ist doch bemühter als man denkt :-)


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